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Hanns Sauter: Bilder des Lebens.
Ikonen als Antworten auf heutige Glaubensfragen.
Wiener Dom-Verlag 2012.
216 Seiten. 44 Abbildungen.

Aus einer Artikelserie in der Wiener Kirchenzeitung hat Hanns Sauter nun ein Buch gemacht: „Bilder des Lebens“ umfasst 44 Betrachtungen einzelner Ikonen (je 4–6 Seiten). Den Anfang macht „Der Evangelist Lukas malt die Gottesmutter“, danach folgen 6 Christusikonen, 20 Festtagsikonen, 4 Marien- und 13 Heiligenikonen; hinzu kommen Glossar, Literaturhinweise und Bildnachweis.

Das Buch ist als Hardcover gedruckt, hat ein schmales Format mit hohem Wiedererkennungswert und verwendet für Überschriften und Hintergrund warme Brauntöne; die Ikonenabbildungen sind qualitativ hochwertig. Der Verkaufspreis von 23,50 € stellt für ein so wertvoll hergestelltes Buch eine angenehme Überraschung dar.

Sauter versteht sein Werk als „Glaubensbuch“ und „Meditation“. Zugleich zeigt er, dass wissenschaftliche Erläuterungen der spirituellen Ausrichtung überhaupt erst eine feste Grundlage schaffen: So finden sich (dogmen-)geschichtliche, exegetische und viele liturgische Hinweise – alles andere als verkitscht frömmelnde Naivität. Sauter bezieht immer wieder die Erfahrungen westlicher Christen ein, für die das Buch ja auch in erster Linie geschrieben ist; es sind sogar Heiligenikonen der westlichen Tradition aufgenommen (Benedikt, Klara). Die vom II. Vatikanischen Konzil so nachdrücklich geschlagene Brücke zwischen West und Ost wird hier lebendig.

„Bilder des Lebens“ ist für unterschiedlichste Zielgruppen geeignet und lädt in seiner Aufmachung besonders dazu ein, als Geschenkbuch verwendet zu werden. Unaufdringlich, ohne erhobenen Zeigefinger, behutsam und kompetent schlägt Sauter einen Bogen von der östlichen Tradition des Ikonenschreibens zur gelebten Spiritualität auch westlicher Christen. Höchst empfehlenswert! (Liborius Olaf Lumma)

Hanns Sauter arbeitet in der Seniorenpastoral der Erzdiözese Wien und ist Wiener Diözesanreferent des Andreas-Petrus-Werks.

Sauter: Bilder des Lebens