Das Neue Testament, die Psalmen und die biblischen Oden der Orthodoxie.
Edition Hagia Sophia 2026.
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Hinter der eher unglücklichen Formulierung verbirgt sich eine Übersetzung des Neuen Testamens, der Psalmen und der neun biblischen Oden auf der Grundlage der „Patriarchatstextes“, einer Textfassung der Bibel, die auf der Basis von Lektionarshandschriften vom Athos und Jerusalem 1904 im Auftrage des Ökumenischen Patriarchates erarbeitet wurde. Nach Angaben des Übersetzers handelt es sich bei dieser Ausgabe um die erste vollständige deutsche Übersetzung des Neuen Testaments aus der orthodoxen Tradition. Der Text ist vom liturgischen Gebrauch geprägt und eröffnet dadurch einen nochmals anderen Blick auf das Neue Testament, als das unterschiedliche Übersetzungen an sich schon tun. Der Bezug zur Liturgie erklärt auch, dass die neun Oden, die im orthodoxen Stundengebet eine Rolle spielen, hier mit aufgenommen sind. Beigefügt ist weiters die Leseordnung der Kathismen des Psalters. Die Übersetzung verantwortet ein Team um Archimandrit Justin Rauer des Stavropegial-Klosters Verkündigungs-St. Justin-Einsiedelei in Unterufhausen (Hessen), das dem serbischen Patriarchat untersteht. Das handliche Taschenformat ermöglicht zwar, die Ausgabe unkompliziert mit sich zu tragen, die andere Seite ist ein kleiner Druck und ein fehlendes Inhaltsverzeichnis. Dazu teilt Archimandrit Justin auf Anfrage des Rezensenten in einer e-mail vom 27. 7. 2026 weiters mit: „Das ist eine besondere Ausgabe für den Gebrauch zwischendurch zum Lesen. Deshalb gibt es auch keine Anmerkungen und weiteren Einführungen. Es wird später ein NT mit ca. 4000 Anmerkungen herauskommen und ein eigener Psalter (mit Biblischen Oden) mit Anmerkungen und vielen anderen Dingen, die im liturgischen Gebrauch der Orthodoxen Kirche üblich sind.“ Man darf darauf gespannt sein. (Hanns Sauter)

