Zum Tod von Alja Payer

Eine Bibliothekarin entdeckt den Christlichen Osten

Zum Tod von + Reg.-Rat Alja Payer (1)

Alja Payer

Bewegte Kindheit und Jugend in stürmischer Zeit

Geboren am 2. Jänner 1922 in Zell am See, wuchs sie in Salzburg-St. Elisabeth unter schwierigen familiären Verhältnissen auf. Ihr Vater Edgar Payer, der zunächst in Zell am See, dann in Salzburg eine Stelle als Finanzbeamter bekleidete, entstammte einer altösterreichischen Offiziersfamilie und hatte im Ersten Weltkrieg im Regiment Rainer in Russland und an der Isonzo-Front gekämpft. Ihr Großvater, ein Cousin des berühmten Polarforschers Julius von Payer, war General und nach dem Ersten Weltkrieg Landesgendarmerie-Kommandant in Salzburg. Ihre Eltern wurden 1920 in der Erzabtei St. Peter durch P. Bruno Spitzl OSB getraut. Das Verhältnis zur ihrer Mutter Hildegard, die aus einer jüdischen Familie in Brünn stammte, aber ohne jede Bindung an die jüdische Religion bei ihrem Onkel Rudolf, einem reichen Wirtschaftsjournalisten in Wien, aufgewachsen und im Alter von 20 Jahren katholisch geworden war, blieb zeitlebens gespannt. Auch ihr Vater litt unter dem schwierigen Charakter und den psychischen Problemen ihrer Mutter, ertrug aber alles mit großer Geduld und stand zu ihr auch dann, als er ihrer jüdischen Abstammung wegen die Stellung im Staatsdienst verlor.

Für Alja – so nannte sie sich nach der russischen Schriftstellerin Alja Rachmanowa (1898-1991), deren Romane sie mit Interesse las und deren Aufenthalt im Salzburg der Zwischenkriegszeit (1927-1945) sie bereits als junges Mädchen bewusst wahrnahm – wurde die Begegnung mit großen Lehrerpersönlichkeiten am Gymnasium der Ursulinen in der Gstättengasse prägend. Die Begeisterung für den hier grundgelegten Glauben und ihre Hartnäckigkeit, wenn es um den Besuch der Sonntagsmesse ging, führten zu schweren Konflikten in ihrer Familie, vor allem mit ihrer Mutter. An diesem Glauben hielt sie auch fest, als nach der Umwandlung der Ursulinenschule in eine öffentliche Frauenoberschule im März 1938 ein neuer Geist Einzug hielt, der ihr die letzten beiden Jahre vor der Matura zur Qual werden ließ.

Die bittere Zeit des Krieges raubte ihr als Halbjüdin jegliche Aussicht auf ein geregeltes Berufsleben und schloss die Möglichkeit einer Heirat aus. Wiederum war es die Beschäftigung mit christlichen Glaubensinhalten, die ihr in der von zermürbenden Arbeitseinsätzen geprägten Zeit Halt gab. So nahm sie an den Bibelrunden für Laien teil, die P. Albert Auer OSB erstmals 1940 zunächst in der Domsakristei, dann in der Sakristei der Kollegienkirche abhielt. Die Begegnung mit diesem begnadeten Lehrer und Prediger sollte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, als sie im Herbst 1945 als Praktikantin in der damals räumlich noch sehr beengten „Studienbibliothek” einsteigen konnte, zur entscheidenden Weichenstellung in ihrem publizistischen Schaffen werden. P. Albert Auer, selbst geprüfter Bibliothekar, hatte die Aufgabe, die in der NS-Zeit enteigneten Bücherbestände der Theologischen Fakultät wieder zurückzuführen. Dabei ergaben sich viele Gelegenheiten zu geistlichen Gesprächen, aber auch zu gemütlichem Beisammensein, das sie sehr genoss. In den Jahren 1950-1960 organisierte sie die von ihm zu Weihnachten und Ostern im Mutterhaus der Barmherzigen Schwestern abgehaltenen Einkehrtage, an denen jeweils 80-100 Frauen und einige Männer teilnahmen.

Der Weg zur Bibliothekarin und Autorin

Zunächst stand aber noch die Ausbildung zum gehobenen Bibliotheksdienst an, die sie 1946/47 an der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien absolvierte. Seit 1947, als sie eine Stelle als Bibliothekarin übernehmen konnte, wurde die Salzburger Studienbibliothek ihr Lebensmittelpunkt. Sie war mit der Nominalkatalogisierung betraut und seit der Gründung der Universität im Jahr 1961 hauptsächlich für die Ausbildung der Bibliothekare in der nunmehrigen Universitätsbibliothek verantwortlich. Unter ihren Schülern und Schülerinnen waren etliche, die es später zu leitenden Stellungen brachten und mit denen sie bis zuletzt freundschaftlich verbunden blieb. Das Jahr 1961 markiert auch insofern einen Einschnitt in ihrem Leben, als sie gegen Jahresende ihre neue Wohnung in der Faistauergasse beziehen und somit abseits vom Elternhaus mit seinen sie sehr belastenden Spannungen ihren eigenen beruflichen Neigungen nachgehen konnte.

P. Albert Auer hatte ihr Interesse auf kirchengeschichtliche Themen und zentrale Gestalten der Kirchengeschichte gelenkt. Das Manuskript für eine Hörfolge über den letzten deutschen Papst Hadrian VI. fand das Interesse des damaligen Leiters der Abteilung Kultur im Studio Salzburg, Dr. Oskar Schatz, und wurde unter dem Titel „Die Tragik des letzten deutschen Papstes Adrian VI.” 1961 ausgestrahlt. In den Jahren 1961-1973 folgte eine Reihe weiterer Sendungen, nicht nur für das Studio Salzburg, sondern bald auch für Radio Vatikan. Sie hatte ein Manuskript über Kardinal Isidor von Kiew an P. Emil Schmitz, den Leiter der deutschsprachigen Abteilung, geschickt und war wohl selbst am meisten über die positive Reaktion überrascht. Von 1963 bis 1985 wurden von Radio Vatikan insgesamt 16 Sendungen von ihr ausgestrahlt, unter denen ihr eine besonders kostbar war: „Des Pilgers Wiederkehr – Der Homo religiosus in der Betrachtung von Walter Nigg”, gesprochen von Gerhard Ruis. Aus diesem Beitrag erwuchs ein brieflicher Kontakt und in der Folge eine persönliche Bekanntschaft mit dem berühmten evangelischen Hagiographen, die ihr sehr viel bedeutete und auch ihr weiteres publizistisches Schaffen nachhaltig beeinflusste.

Ihre ersten Aufsätze – über das Konzil von Florenz und über Kardinal Reginald Pole – erschienen in der von den Jesuiten herausgegebenen Zeitschrift „Entschluß”, die damals noch „Der Große Entschluß” hieß. (2) Sie hatte die Zeitschrift in der Bibliothek kennen und schätzen gelernt und fand in P. Michael Horatczuk SJ, der ab 1963 die Redaktion leitete, einen großen Mentor und Freund. Sie traf sich mit ihm einmal jährlich in der Sakristei der Wiener Jesuitenkirche zur Besprechung der Themen, über die sie schreiben wollte. Insgesamt 20 Aufsätze sollten es von 1961 bis 1973 werden. Für das „Rupertusblatt”, die Kirchenzeitung der Erzdiözese Salzburg, verfasste sie zahlreiche Beiträge, u.a. eine große Artikelserie in 30 Folgen über Kardinal John Henry Newman. Prof. Franz Calliari, Redakteur von 1968 bis 1983, danach Stiftspropst in Mattsee, schätzte ihre Mitarbeit und hätte die Artikelserie gern in Buchform herausgebracht, aber die Bemühungen, einen Verlag dafür zu finden, blieben erfolglos.

Da die Redaktion des „Österreichischen Klerusblatts” in unmittelbarer Nachbarschaft ihrer Arbeitsstätte lag, ergaben sich freundschaftliche Kontakte mit dem langjährigen Redakteur Prof. Matthias Stubhann, unter dessen Leitung sie 1979 auch an einer großen diözesanen Pilgerfahrt ins Heilige Land teilnahm. Aus der Freundschaft erwuchs eine fruchtbare Zusammenarbeit, die sich ebenfalls in zahlreichen Beiträgen niederschlug. Mit besonderem Stolz erfüllte es sie, dass sie für den am 20. März 1973 verstorbenen P. Albert Auer den Nachruf für das „Klerusblatt” schreiben durfte, übrigens einer von vielen Beiträgen, die sie in Erinnerung an ihren verehrten Lehrer und Freund verfasst hat. (3) Eine Artikel-Serie über den ökumenischen Aufbruch im 20. Jahrhundert, dargestellt anhand herausragender Persönlichkeiten wie Patriarch Athenagoras I., Papst Johannes Paul II. und Patriarch Dimitrios I., Maximos IV. Saigh, Kardinal Augustin Bea, Erzbischof Ramsey, ÖRK-Präsident Visser\’t Hooft, die in den Jahren 1974 bis 1982 im „Klerusblatt” erschien, nahm schon jenen Themenbereich vorweg, dem ihre letzte Schaffensperiode gewidmet sein sollte.

Als das „Klerusblatt” zeitgleich mit ihrem Eintritt in den Ruhestand Ende Juni 1982 eingestellt wurde, sah sie sich nach einem neuen Publikationsorgan um. Eher zufällig stieß sie dabei auf die Zeitschrift „Der Christliche Osten”. Sie wollte die von ihr privat gesammelten Hefte einem größeren Leserkreis zur Verfügung stellen und noch vor dem Ausscheiden aus dem Bibliotheksdienst dafür sorgen, dass die Bibliothek die Hefte auch weiterhin bezieht. Bei einem Telefonat mit Dietmar Süssner in Würzburg, in dem sie um Nachlieferung der fehlenden Hefte bat und die Modalitäten zur Fortführung des Abonnements regelte, fragte sie beiläufig, ob sie nicht auch einmal einen Beitrag für die Zeitschrift schicken könnte – sie hätte einen Aufsatz über den Ökumenischen Patriarchen Athenagoras I. anlässlich seines 10. Todestages. Diese Frage war eine schicksalhafte Eingebung, die ihr das Tor zu einer neuen Lebensaufgabe öffnen sollte. Zwar hatte sie die Catholica Unio bereits durch den eifrigen Bibliotheksbenützer Anton Zollitsch kennen gelernt, der in den 60er Jahren dem Ostkirchenwerk von Salzburg aus neuen Schwung verliehen hatte, aber erst die Beschäftigung mit der Persönlichkeit des „Friedensbringers aus dem Osten” ebnete den Weg zur Mitarbeit in der Catholica Unio Österreich. Der eingesandte Aufsatz fand Gefallen und war auch ausschlaggebend dafür, dass ihre Anmeldung für die Leserreise des „Christlichen Ostens” nach Griechenland kurz vor ihrem Eintritt in den Ruhestand bevorzugt behandelt wurde.

Eine neue Lebensaufgabe als Mitarbeiterin der CU Österreich (1982)

Alja Payer und Patriarch Athenagoras

P. Gregor Hohmann OSA erkannte auf dieser Leserreise nach Griechenland (4) ihr schriftstellerisches Talent und ihr Interesse für den Christlichen Osten. Auf einer Hotelterasse in Delphi fragte er sie, ob sie nicht bei der Catholica Unio Österreich mitarbeiten möchte. Sie zögerte noch, aber schon am nächsten Tag während der Fahrt nach Athen verkündete er zu ihrer Überraschung im Bus: „Ich habe gestern einen großen Fisch für die Catholica Unio gefangen, er heißt Alja Payer.” Der Höhepunkt dieser Griechenlandreise war für sie zweifellos die Audienz beim Ökumenischen Patriarchen Dimitrios I., dem sie die Nummer des „Klerusblatts” überreichen durfte, die ihren Aufsatz über seinen Vorgänger Patriarch Athenagoras I. anlässlich seines 10. Todestages enthielt. (5) (Foto). Mit Hilfe eines Dolmetschers sprach sie mit ihm über den „Dialog der Liebe”, den Athenagoras mit allen christlichen Kirchen führte, und dankte Seiner Heiligkeit, dass er dieses Werk der Versöhnung fortsetzt. Die Antwort des Patriarchen beeindruckte sie nachhaltig: „Das ist eine Selbstverständlichkeit. Wir können gar nicht anders.”

Mit großem Elan nahm sie die neue Aufgabe wahr, die sie immer als göttliche Fügung und wunderbare Erfüllung ihrer Sehnsucht nach einer sinnvollen Betätigung im Ruhestand empfand. Von 1982 bis 1997 redigierte sie den Österreich-Rundbrief, stand den Landessekretären Prälat Leonhard Lüftenegger und KR Florian Anton Buchmayr (seit 1987) mit Rat und Tat zur Seite und war in allen ostkirchlichen Belangen auf Salzburger Boden engagiert. Darüber hinaus ermöglichte ihr die Teilnahme an den Generalversammlungen der Catholica Unio (1982-2000) eine Fülle von internationalen Kontakten zu hochrangigen kirchlichen Persönlichkeiten und Vertretern der Ostkirche.

Chambésy 1983

Besonders die Generalversammlung 1983 im Orthodoxen Zentrum in Chambésy, zu der sie gemeinsam mit Prälat Lüftenegger fuhr, behielt sie in lebhafter Erinnerung. In Anwesenheit von Bischof Pierre Mamie von Lausanne, Genf und Freiburg, und Erzbischof Dr. Karl Berg von Salzburg ging es dabei vor allem um die Verabschiedung der neuen Statuten der Catholica Unio, mit denen der durch das Zweite Vatikanische Konzil eingeschlagene Weg „von der Unio zur Communio” (Iso Baumer) nun auch in der geistigen Ausrichtung des Ostkirchenwerks besiegelt wurde. Sie durfte nach Ende der Konferenz noch zwei Tage bleiben, die ihr durch die Kontakte mit den Gästen, die in dieser Zeit das Orthodoxe Zentrum besuchten, und das ausführliche Gespräch mit dem Gastgeber Metropolit Damaskinos (Papandreou) von Helvetia über den Ökumenischen Patriarchen Athenagoras I. und ihr Buchprojekt zum unvergesslichen Erlebnis wurden.

In ihren handschriftlich hinterlassenen Aufzeichnungen schildert sie die Erlebnisse der beiden Tage in leuchtenden Farben. Eine Begebenheit sei hier in ihren eigenen Worten wiedergegeben: „Am Nachmittag erschien ein junges amerikanisches Ehepaar griechischer Abstammung und wollte das Zentrum besichtigen. Da ich allein im Haus war, fasste ich Mut, sprach Englisch und machte dem Ehepaar eine Führung. Ich war ja über die Villa, die eine griechische Dame Athenagoras geschenkt hatte, das Studienhaus, das Schweizer Bischöfe gestiftet hatten und über die neu erbaute Kirche bereits gut informiert. Ich war sehr zufrieden, dass mir das gelungen ist.” (6) Am Abend desselben Tages lernte Sie Frau Dr. Maria Brun, die Sekretärin des Metropoliten, kennen, und schließlich versammelte sich die Belegschaft des Hauses vor dem Fernsehschirm, um zur allgemeinen Erheiterung den Film „Das Weiße Rössl am Wolfgangsee” zu sehen.

Metropolit Damaskinos

Der zweite Tage war dann durch das Gespräch mit dem Metropoliten ausgefüllt, das für sie sehr aufschlussreich war und ihr viele wertvolle Anregungen für das Buchprojekt mit auf den Weg gab. Das Foto, das sie bei dieser Gelegenheit von Metropolit Damaskinos machen konnte, der sie in seiner schlichten und höflichen Art stark beeindruckte, hielt sie zeitlebens hoch in Ehren. Ihrem Wunsch, das in den Empfangsräumen der Villa von Chambésy hängende Bild des Patriarchen Athenagoras für das Cover des Buches verwenden zu dürfen, kam man gerne nach. So wurden die Tage in Chambésy bis hin zum äußeren Erscheinungsbild ein wichtiger Impuls für den Werdegang ihres Athenagoras-Buches.

60-Jahr-Jubiläum der CU (1984)

1984 fand die Generalversammlung anlässlich des 60-Jahr-Jubiläums der Catholica Unio in Rom statt. Allein und mit öS 60.000,- als Jubiläumsgabe der Catholica Unio Österreich im Gepäck traf sie in Rom ein. Erzbischof Dr. Karl Berg und Prälat Leonhard Lüftenegger folgten später. Sie genoss den Aufenthalt in der Ewigen Stadt und freute sich sehr darüber, dass sich ihr als Frau – wenn auch von manchem Kontrollposten kritisch beäugt – bei dieser Gelegenheit die Tore des Apostolischen Palasts öffneten und sie an der hl. Messe in der Privatkapelle des Papstes und bei der anschließenden Audienz in der Privatbibliothek teilnehmen durfte.

Für die Jubiläumsfeiern in Salzburg (7) übernahm sie unter der Leitung von Prälat Lüftenegger die Regie. Sie stellte sie unter das Motto „Der wichtigste Dialog ist der Dialog der Liebe”. Sie bestanden aus einer Vortragsreihe, die am 20. Oktober in einem Studiennachmittag gipfelten. Am Abend fand ein Ökumenisches Nachtgebet im Dom statt, für das sie die Texte vorbereitete. Eine Liturgie im byzantinischen Ritus mit P. Gregor Hohmann am 21. Oktober beschloss den Reigen der Festveranstaltungen. Im Virgilsaal des Erzbischöflichen Palais hatte sie eine begleitende Ausstellung mit ostkirchlicher Literatur eingerichtet. Der prominenteste Gast war der griechisch-orthodoxe Metropolit von Deutschland und Zentraleuropa Augoustinos (Lambardakis), der als erster orthodoxer Stipendiat mit Unterstützung des geschäftsführenden Landessekretärs Anton Zollitsch zu Beginn der 60er Jahre in Salzburg Theologie studierte. Als große Ehre empfand sie es, dass sie Vardaped (heute Erzbischof) der Armenisch-Apostolischen Kirche in Österreich Mesrob (Krikorian) um die Durchsicht seines Vortragsmanuskripts ersuchte. Es erwuchs daraus eine herzliche Verbundenheit, die besonders auch bei der Begegnung anlässlich der Generalversammlung zum 75-Jahr-Jubiläum der Catholica Unio im Jahr 1999 in Wien zu spüren war, wovon auch das Foto (links Begegnung bei der Generalversammlung 1999 in Wien; rechts Alja Payer mit Kardinal Christoph Schönborn) zeugt, das bei dieser Gelegenheit im armenischen Pfarrzentrum St. Hripsime entstand.

Alja Payer mit Kardinal Schönborn

Alja Payer und „Der Christliche Osten”

Die Zusammenarbeit mit dem Würzburger Verlag und der gleichnamigen Zeitschrift war von Anfang an geprägt von einer engen Freundschaft mit dem Schriftleiter Erzpriester Dr. Franz Jockwig, den sie bereits bei der Generalversammlung 1982 in Würzburg kennen gelernt hat. Durch die Begegnungen bei den Generalversammlungen und bei den Redaktionssitzungen, besonders auch durch die Teilnahme an einer von ihm geführten Reise nach Finnland und Russland (8), wurde die Freundschaft vertieft. Sie war von seiner Liebenswürdigkeit und seinem Humor angetan. Er schätzte ihre Mitarbeit und ließ ihr bei der Auswahl der Themen, für die sie aufgrund ihrer Belesenheit ein gutes Gespür hatte, stets freie Hand. Mit Ausnahme ihres Beitrages über Moskau als das „Dritte Rom” (9), zu dem er ihr seine Korrekturen auf Kassette gesprochen hatte, übernahm er die von ihr eingesandten Manuskripte unverändert in die Zeitschrift. Sein früher Tod am 10. Juni 1993 (10) machte sie sehr betroffen.

Zunächst blieb die große Gestalt des Ökumenischen Patriarchen Athenagoras und der von ihm ausgehende Impuls zur Versöhnung der Kirchen in Ost und West der Kristallisationspunkt ihrer Beschäftigung mit dem Christlichen Osten. So auch in ihrem Beitrag über die ökumenischen Initiativen des Erzbischofs von Canterbury A. M. Ramsey, in dem sie den Besuch des Primas der Anglikanischen Kirche in Griechenland und Konstantinopel im Jahr 1962 als Meilenstein in den ökumenischen Beziehungen der Kirchen in Ost und West hervorhob. (11) Etwa ab diesem Zeitpunkt verfolgte sie mit der ihr eigenen Zähigkeit den Plan, eine Monographie über den Patriarchen zu verfassen. Sie ließ sich nicht beirren, als Prof. Christoph Suttner, an den die erste Manuskriptfassung geriet, ein eher skeptisches Urteil abgab. Sie unterzog es einer gründlichen Überarbeitung, und als Prälat Lüftenegger und Prof. P. Ludger Bernhard OSB die Publikation ausdrücklich befürworteten, nahm sie zunächst mit einem Salzburger Verlag Kontakt auf. Durch eine Subskribenten-Anzeige, die übrigens wenig Erfolg hatte, wurde der Würzburger Verlag auf das Buchprojekt aufmerksam und bot ihr am 22. Juli 1985 – sie hielt dieses Datum ausdrücklich in ihren Erinnungen fest – an, das Manuskript in vier Folgen in der Zeitschrift (12) abzudrucken und es 1986 zum 100. Geburtstag des Patriarchen als Sonderdruck herauszubringen. Ihre Freude war groß, als das Publikationsvorhaben bei der Generalversammlung 1985 in Tilburg (Niederlande) einhellig befürwortet wurde und sie bei der Generalversammlung 1986 in Niederaltaich erstmals „ihr” Athenagoras-Buch in Händen hielt. In Salzburg wurde das Buch von Erzbischof Berg im Rahmen einer kleinen Feier im erzbischöflichen Palais vorgestellt. Die Catholica Unio Deutschland ließ es als weihnachtliche Jahresgabe allen ihren Mitgliedern und Förderern zukommen. Es fand weite Verbreitung. Man kann von einem durchschlagenden Erfolg sprechen, der den Namen Alja Payer in der Welt des Christlichen Ostens zu einer anerkannten Größe werden ließ und ihre Stellung als Autorin der Zeitschrift entscheidend festigte.

Das zeigte sich etwa bei einer Veranstaltung im Bildungshaus St. Virgil in Salzburg. Zu einem Zeitpunkt, da das Buch noch nicht vorlag, wurde sie von Metropolit Michael (Staikos) angesprochen und nach Wien eingeladen. Sie war Metropolit Chrysostomos (Tsiter) im Rahmen des Katholikentages und Papstbesuches 1983 in der griechisch-orthodoxen Dreifaltigkeitskirche Am Fleischmarkt begegnet (13) und stand mit ihm in brieflichem Kontakt. Trotzdem kam die Einladung überraschend. So fuhr sie mit dem Athenagoras-Buch als Gastgeschenk nach Wien. Sie wurde mit großer Herzlichkeit empfangen und freute sich sehr über die Gelegenheit, das Buch persönlich überreichen zu können. Am selben Tag am Abend konnte sie auch an der Inthronisation von Erzbischof Mesrob (Krikorian) in der Kirche St. Hripsime teilnehmen. Sie empfand es als große Auszeichnung, dass sich Metropolit Michael (Staikos) fast ein Jahrzehnt später noch an sie erinnerte, als es galt, seinen hochbetagt in Wien verstorbenen Vorgänger Metropolit Chrysostomos (Tsiter) in der Zeitschrift zu würdigen, und sie bat, den Nachruf zu verfassen. (14)

Überblickt man die in den Jahrgängen 1982 bis 2002 enthaltenen Beiträge aus ihrer Feder, ergibt sich ein beachtliches und erstaunlich vielfältiges Œuvre von 25 Aufsätzen und unzähligen kleinen Beiträgen (Berichten zu ostkirchlich interessanten Ereignissen in Österreich, Buchrezensionen, Nachrufen etc.). Es ist zweifellos ihr besonderes Verdienst, auf charmante Art und in gut lesbarem Stil auf Persönlichkeiten und Themen aus der Geschichte des christlichen Ostens aufmerksam gemacht zu haben, die aus westlich-lateinischer Sicht sonst kaum je ins Blickfeld kommen.

Ein Publikationsprojekt ging ausschließlich auf Anregung von Dr. Jockwig zurück: Zum Millennium der Tauf der Rus\‘ im Jahr 1988 sollte sie, die als Bibliothekarin beste Voraussetzungen dafür mitbrachte, eine Bibliographie über das Christentum in Russland erstellen. In mühsamer Kleinarbeit recherchierte sie in Salzburg und in einem zweiwöchigen Aufenthalt auch im Ostkirchlichen Institut in Würzburg. Berichtszeitraum war ca. 1930 bis 1985 mit Nachträgen zu 1986-1988. In mehreren Folgen erschien das Ergebnis 1987 bis 1990 in der Zeitschrift. (15) Letztlich war die Publikation in dieser Form unbefriedigend, da die Benützbarkeit und Zugänglichkeit der Daten stark eingeschränkt blieb. Das war ihr selbst auch bewusst, aber nach dem Tod von Erzpriester Jockwig machte sie sich keine großen Hoffnungen mehr, dass die Bibliographie als Separatum gedruckt werden könnte. Als wir uns bei der Ausstellung „Himmel auf Erden. Gottesdienst und Leben im Orthdoxen Russland” im Jänner 1994 kennen lernten, wo sie den Nachmittags-Aufsichtsdienst im Romanischen Saal der Erzabtei St. Peter übernommen und im Rahmen der Begleitveranstaltungen einen Vortrag über Elisaveta Fedorovna (16) gehalten hatte, kam sie alsbald auf die Bibliographie zu sprechen. Ich unterstützte ihr Anliegen, das von ihr gesammelte Material zu ergänzen und in Buchform herauszubringen, und konnte das Publikationsprojekt im Arbeitsprogramm der „Abteilung für den Christlichen Osten” am „Internationalen Forschungszentrum” verankern, dessen Leitung ich damals von Prof. P. Ludger Bernhard OSB übernahm. Ich schlug eine Beschränkung auf die für den Umbruch signifikanten Jahre 1986-1993 als Erfassungszeitraum vor, womit sie sogleich einverstanden war. Es ergab sich eine intensive und fruchtbare Zusammenarbeit. 1996 lag der Band vor, der ca. 5000 Titeleintragungen nach der von ihr vorgegebenem Systematik einschließlich eines Personenregisters enthielt. (17)

Sie hatte große Freude an dem gelungenen Werk und griff begeistert die im Zuge eines Gespräches von Prof. Christian Hannick und Prof. Fedor Poljakov ventilierte Idee auf, doch auch die „Vorgängerbibliographie” in dieser Form aufzuarbeiten. In ihrer ursprünglichen Arbeit lag ja der Schwerpunkt bei der älteren Literatur (vor 1986 bis ca. 1930). Der Erfassungszeitraum sollte bis 1917, das Jahr der Oktober-Revolution, ausgedehnt werden. Das Projekt wurde denn auch mit Hilfe von Dr. Carmen Sippl, die eine Stelle am Institut für Slawistik in Salzburg erhalten hatte, in Angriff genommen, aber die Schwierigkeiten und Hindernisse, die sich im Laufe der Arbeiten einstellten, erwiesen sich als doch so gravierend, dass es – zu ihrem großen Bedauern – bislang nicht zu einer entsprechenden Publikation des vom erfassten Datenbestand her (ca. 11.000 Titeleintragungen) durchaus repräsentativen Ergebnisses gekommen ist. (18)

Alja Payer

Einen letzten Höhepunkt ihres mit dem „Christlichen Osten” verbundenen publizistischen Schaffens durfte sie denn doch noch erleben. Auf Anregung von Prof. Peter L. Hofrichter redigierte ich ihre letzte große Aufsatzserie über bedeutende Frauen (Kaiserinnen) aus Byzanz (19), so dass daraus ein schönes und in seiner Art auch eindringliches Buch wurde, das ihr anlässlich ihres 80. Geburtstags im Rahmen eines Festaktes im Erzbischöflichen Palais am 25. Jänner 2002 von Erzbischof Dr. Georg Eder überreicht wurde (Foto). (20) Das Buch stieß auf großes Echo und ist heute restlos vergriffen.

Das große Herz für die Armen und Bedürftigen

Nicht unerwähnt bleiben soll, dass sie über lange Jahre ganz selbstverständlich und ohne viel Aufhebens sozial-karitative Projekte, besonders aber die Ausbildung der Priester und die Bereitstellung einschlägiger Literatur im Bereich des christlichen Ostens unterstützte. In ihren Lebenserinnerungen hält sie fest, dass ihr schon in ihrer Jugend immer eine Tätigkeit im sozial-karitativen Bereich als Berufsziel vorschwebte. Der Einstieg in einen solchen Beruf bliebt ihr verwehrt, aber der Wunsch zu helfen, wo Hilfe nötig ist, und das, was man hat, anderen zugute kommen zu lassen, die es dringender brauchen, begleitete sie ihr Leben lang. Wiederholt bedauerte sie, dass ihre Hände gebunden sind und sie so wenig für die Bedürftigen tun könne. Ihr subjektives Empfinden wird in diesem Punkt eindeutig von den objektiven Gegebenheiten korrigiert: Sie, die selbst sehr bescheiden und anspruchslos lebte, half immer wieder aus, wenn Menschen in ihrer Umgebung in Not gerieten, und die karitativen Institutionen und Projekte, die sie über Jahre und Jahrzehnte hinweg unterstützte, sind Legion. Kaum eine im Rundbrief der Catholica Unio vorgestellte Spendenaktion, die sie nicht mit einer kleineren und öfters auch größeren Summe bedachte!

Ein Beispiel möge für viele stehen: Die Herausgabe des Glaubensbuches der Russischen Orthodoxen Kirche von Andrej Lorgus und Michail Dudko (21), und zwar im russischen Orginal (1. Aufl. 1997, inzwischen in 5. Auflage erschienen), wie in der von Johann Krammer und Erzdiakon Viktor Schilowsky besorgten deutschen Ausgabe (2001 erschienen im Verlag „Der Christliche Osten”), war ihr ein großes Anliegen und wäre wohl ohne ihre finanzielle Hilfe nicht in dieser Form zustande gekommen.

Das lange Abschiednehmen

Ihr letztes Lebensjahrzehnt war ein langer, aber sehr bewusst durchlebter Abschied. Bei der Arbeit an der Bibliographie war schon zu spüren, dass ihre Spannkraft nachließ. Für meine Unterstützung bei der Realisierung ihrer Publikationprojekte, auf die sie zunehmend angewiesen war, war sie sehr dankbar. Sie freute sich sehr, dass die so harmonische Zusammenarbeit wesentlich dazu beitrug, dass auch ich meinen Weg in die Catholica Unio fand und in vielfacher Hinsicht in ihre Fußstapfen treten konnte, so etwa bei der Redaktion des Rundbriefes, die ich 1998 von ihr übernahm. An der Vorbereitung des Festakts zum 75-Jahr-Jubiläum der Catholica Unio in der Salzburger Universitätsbibliothek war sie maßgeblich beteiligt, insofern sie es war, die die Begleitausstellung zur Geschichte der Catholica Unio in der Universitätsbibliothek organisierte, konzipierte und einrichtete. Bei der Generalversammlung 1999 in Wien wirkte sie noch an vorderster Front mit. Im Jahr 2000 bereitete es ihr schon einige Mühe, zur Generalversammlung nach Chur zu fahren. Es sollte das letzte Mal sein, und in der Folge schränkten gesundheitliche Probleme ihren Bewegungsspielraum immer stärker ein. Die Termine, die sie wahrnehmen konnte, wurden rar: Am 25. Jänner 2002 der bereits erwähnte Festakt zu ihrem 80. Geburtstag; im November 2002 besuchte sie anlässlich einer kleinen Feier zum 90. Geburtstag von Prälat Lüftenegger das Sekretariat des Andreas-Petrus-Werkes. 2004 nahm sie unter Mühen ein letztes Mal an der Nationalkonferenz teil und überreichte Erzbischof Dr. Alois Kothgasser zum „Einstand” als Nationalpräsident das Athenagoras-Buch. Die Begegnung mit dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. im Erzbischöflichen Palais im Juni 2004 war ein letzter Höhepunkt, zu dem sie sich aus ihrer Wohnung wagte.

Die letzten Begegnungen, die noch einmal die Erinnerung an ihre aktive Zeit wachriefen, geschahen bereits in ihrer Wohnung, die sie nun kaum mehr verlassen konnte. Große Freude bereitete ihr der Besuch einer Delegation der in Salzburg tagenden Generalversammlung (27. Oktober 2006). Danach verschlechterte sich ihr Zustand dramatisch, sie konnte aber nach längeren Krankenhausaufenthalten noch einmal in ihre Wohnung zurückkehren, wo sie sehr gefasst auf die „Ewigkeit” zuging, die sie in manchen Augenblicken, wenn ihr die Beschwerden des Alters gar zu arg zusetzten, auch sehnlichst herbeiwünschte. Im April 2007 wurde sie aber noch einmal von einem unverhofften hohen Besuch in ihrer Wohnung überrascht. Ihr Betreuer Gerhard Ruis, der den Aufenthalt des melkitisch-katholischen Erzbischofs von Galiläa Elias Chacour in Salzburg zu einem Radio-Interview nützte, organisierte diese Kurzvisite.

Am 13. Februar 2008 erfüllte der Herr über Leben und Tod ihre Sehnsucht nach der Ewigkeit und nahm sie in seine Arme. Sie selbst hielt den Trost, den sie aus der Hoffnung auf die Begegnung mit ihrem Schöpfer für ihr langsam verlöschendes Leben gewann, mit den Worten fest:

„Siehe”, so spricht der große, lebendige Gott, „Ich bin die Herrlichkeit des unsterblichen Lebens. Über Dich, mein Geschöpf, will ich meinen Glanz breiten. Ich will dein Leuchten in Ewigkeit sein.”

Gemäß ihrem Wunsch nahm man am 21. Februar in kleinstem Kreis von ihr Abschied. Am 5. März fand eine Gedenkfeier mit Requiem in der Erzabtei St. Peter statt. Am 9. Mai wird eine Göttliche Liturgie im byzantinischen Ritus in der Markuskirche zu ihrem Gedenken gefeiert. Diese Kirche ist der Verstorbenen seit ihrer Gymnasialzeit bei den Ursulinen besonders ans Herz gewachsen. Im Jahr 2000 wurde sie mit einer Ikonostase ausgestattet und dient seither unter dem Rektorat von V. Nikolaj Hornykewycz als Gotteshaus und Seelsorgszentrum der griechisch-katholischen Gläubigen in Westösterreich.

P. Gottfried Glaßner OSB

  • (1) Als Quelle für diesen Beitrag dienen zahlreiche Gespräche, die ich in den letzten Jahren mit ihr führen konnte, besonders aber ihre handschriftlich hinterlassenen Aufzeichnungen sowie die Fotoalben. Sie hat zwei Hefte angelegt, eines unter dem Titel „Lebenserinnerungen”, eines unter dem Titel „25 Jahre Catholica Unio. Juni 1982 – Juni 2007”, beide mit Seitennumerierung und Register.

  • (2) Alja Payer, Die ostkirchliche Frage am Konzil von Florenz. In: Der Große Entschluß 16 (1960/61) S. 352-355; dies., Kardinal Reginald Poles Bekenntnis zur Römischen Kirche. In: Der Große Entschluß 16 (1960/61) S. 410-414, 455-460, 507-513.

  • (3) Aus ihrer eigenen Auflistung seien hier genannt: Eine Würdigung anlässlich seines 75. Geburtstags. In: Religion, Wissenschaft, Kultur 16/21 (1965/70) S. 251-253; „Gott in der Seele haben”. Eine Betrachtung mit Albert Auer. In: Entschluß 29 (1973) S. 130-133; „Reformation aus dem Ewigen”. Zum 80. Geburtstag von Albert Auer am 27.1.1971. In: Österr. Klerusblatt 104 (1971) S. 6; Nachruf ebd. 106 (1973) S. 103; zum 5. Todestag ebd. 111 (1978) S. 95.

  • (4) Vgl. Gregor Hohmann, Leser des „Christlichen Ostens” besuchten die Orthodoxe Kirche Griechenlands. In: DCO 37 (1982) S. 134-138.

  • (5) In der Zeitschrift „Der Christliche Osten” erschien dieser Aufsatz unter dem Titel „Patriarch Athenagoras I. ein Friedensbringer aus dem Osten (gest. am 7. Juli 1972) zu seinem 10. Todestag” in Nr. 3-4, Jg. 37 (1982) S. 75-83.

  • (6) Manuskript „25 Jahre Catholica Unio”, S. 70f.

  • (7) Vgl. ihren Bericht in: DCO 39 (1984) S. 193-195.

  • (8) Vgl. Gregor Hohmann, Die Leserfahrten zur orthodoxen Kirche von Finnland und Rußland im Sommer und Herbst 1986. In: DCO 42 (1987) S. 135-142.

  • (9) Alja Payer, Das Selbstverständnis Moskaus als Erbe von Byzanz und Rom. In: DCO 44 (1989) S. 77-92.

  • (10) Nachruf Dr. Franz Jockwig in: DCO 48 (1993) S. 205.

  • (11) Alja Payer, Der anglikanische Altprimas Lord Arthur Michael Ramsey und die Ostkirche. Ein Beitrag zum anglikanisch-orthodoxen Dialog. In: DCO 38 (1983) S. 8-13.

  • (12) In: DCO 41 (1986) S. 6-30 (mit Vorstellung der Autorin S. 6), 59-82, 115-140, 175-205.

  • (13) Siehe ihren Bericht in: DCO 38 (1983) S. 168-169.

  • (14) Erschienen in: DCO 50 (1995) S. 216-217.

  • (15) DCO 42 (1987) S. 64-192, 222-225, 228-246, 276-318; 44 (1989) S. 326-342; 45 (1990) S. 44-49, 179-199.

  • (16) Der Vortrag, der auf einem Aufsatz in DCO 42 (1987) S. 35-41 und 44, basierte, ist in der Ausstellungsdokumentation publiziert: Alja Payer, Elizabeta Fedorovna – Rußland heilige Großfürstin. In: Himmel auf Erden. Gottesdienst und Leben im Orthodoxen Rußland. Dokumentation zur Ausstellung 16. bis 31 Jänner 1994 im Romanischen Saal der Erzabtei St. Peter. Hrsg. von Gottfried Glaßner (Sonderheft der „Ökumenischen Informationen”). Salzburg 1994, S. 73-82.

  • (17) Alja Payer / Gottfried Glaßner, Bibliographie der deutschsprachigen Literatur über das Christentum in Rußland (und Nachfolgestaaten der UdSSR). 1986-1993. Melk 1996.

  • (18) Ältere Literatur ist schwer greifbar, bei den einschlägigen Periodika gibt es in den Bibliotheken naturgemäß größere Fehlbestände. Frau Dr. Carmen Sippl stand nur zeitlich befristet zur Verfügung, Alja Payer selbst konnte aufgrund ihrer Altersschwäche und zunehmender gesundheitlicher Probleme kaum mehr mitwirken. Dank intensiver Arbeitseinsätze in verschiedenen Bibliotheken (Wien, München, Würzburg) und dem Beschaffungstalent und der wertvollen Mitarbeit von Manfred Straberger konnte ein repräsentativer Datenbestand angelegt werden. An eine Publikation in Buchform ist – schon aus Kostengründen – im Zeitalter der Literatur-Datenbanken im Internet nicht mehr zu denken. Die Zusammenführung der Datenbestände (publizierte Bibliographie zum Erfassungszeitraum 1986-1993 und „Vorgängerbibliographie”) sowie eine benutzergerechte Aufbereitung für die Datenabfrage im Internet setzt allerdings noch einmal eine intensive Arbeitsphase voraus, zu der bislang die Zeit fehlte.

  • (19) Helena: DCO 51 (1996) S. 41-64; Pulcheria: DCO 48 (1993) S. 167-183; Eudokia: DCO 48 (1993) S. 214-222; Theodora I.: DCO 49 (1994) S. 96-108; Eirene: DCO 46 (1991) S. 277-288; Theodora II.: DCO 48 (1993) S. 10-20; Theophanu: DCO 46 (1991) S. 137-146.

  • (20) Alja Payer, Kaiserinnen machten Kirchengeschichte. Helena, Pulcheria, Eudokia, Theodora I., Eirene, Theodora II., Theophanu. Hrsg. von Gottfried Glaßner. (Frühes Christentum – Forschungen und Perspektiven Bd. 7). Thaur 2002.

  • (21) Andrej Lorgus / Michail Dudko, Orthodoxes Glaubensbuch. Eine Einführung in das Glaubens- und Gebetsleben der Russischen Orthodoxen Kirche. Übers. ins Dt. durch Viktor Schilowsky und Johann Krammer. Würzburg 2001.