Vorstand

Der Vorstand

Jeweils am Freitag vor Pfingsten tritt die Nationalkonferenz (aus Vorstandsmitgliedern und Diözesanreferenten) zusammen. Tagungsort ist das ZECO (Zentrum zur Erforschung des Christlichen Ostens) auf dem Salzburger Mönchsberg, zugleich Sitz des Sekretariates (seit Jänner 2001).

APW-Vorstand 2017 (Bild: Kurt Sonneck/Pressestelle der Erzdiözese Salzburg)

 

Bei der Nationalkonferenz 2017, von links nach rechts: Hanns Sauter (Erzdiözese Wien); Archimandrit (Abt) Michael Proházka OPraem (Diözese St. Pölten), Erzbischof Franz Lackner OFM (Salzburg, zukünftiger Nationalpräsident), Alt-Erzbischof Alois Kothgasser SDB (scheidender Nationalpräsident), P. Gottfried Glaßner OSB (Nationalsekretär), Liborius Lumma (Diözese Innsbruck), Diakon John Reves (Byzantinisches Gebetszentrum Salzburg, zukünftiges Vorstandsmitglied), Pfarrer István Hollo (Diözese Graz-Seckau), Pfarrer Andreas Bonenberger (Byzantinisches Gebetszentrum Salzburg, scheidendes Vorstandsmitglied), Norbert Duffner (Diözese Feldkirch), Ulrike Grill (Sekretariat), P. Nikolaj Dorner OSB (Augsburg, Gast bei unserer Nationalkonferenz), Maria Duffner (Diözese Feldkirch). – Es fehlen: P. Franjo Vidović OFM (Diözese Gurk), Militärkurat Stefan Gugerel (Militärordinariat), Manfred Straberger (Vorstandsmitglied Salzburg) und Nikolaus Faiman (Diözese Eisenstadt). Bild: Kurt Sonneck/Pressestelle der Erzdiözese Salzburg.

Nationalpräsident:

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Alterzbischof Dr. Alois Kothgasser SDB (seit März 2004)
zum Grußwort des Nationalpräsidenten

Nationalsekretär:

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P. Dr. Gottfried Glaßner OSB (seit Juni 2001)
E-Mail: gottfried.glassner (AT) kirchen.net

Geboren 1950 in Leopolds (Pfarre Kottes in NÖ). 1969 trat er in das Benediktinerstift Melk ein und wurde am 29. Juni 1976 zum Priester geweiht. Die theologischen Studien sowie das Doktoratsstudium im Fach Altes Testament absolvierte er in Salzburg und Innsbruck. Seit 1986 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Internationalen Forschungszentrum Salzburg (Abteilung für den Christlichen Osten) tätig, seit 1998 ist er Lehrbeauftragter für Hebräisch und Altes Testament, seit 2004 Professor für Altes Testament an der Phil.-Theol. Hochschule St. Pölten. Seit 1980 betreut er die Melker Stiftsbibliothek. Die Generalversammlung 1996 auf der Edmundsburg war die entscheidende Begegnung mit der Catholica Unio und ebnete den Weg zur Berufung in den Vorstand des Andreas-Petrus-Werks (1997).

Sekretariat:

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Ulrike Grill
E-Mail: salzburg (AT) pro-oriente.at

Geboren 1970 in Bad Ischl (OÖ), seit 1989 tätig in Salzburg. Seit 2007 betreut sie neben einer Halbtagsstelle an der Juridischen Fakultät der Universität Salzburg als Halbtagssekretärin am Zentrum zur Erforschung des Christlichen Ostens (ZECO) das Sekretariat der PRO ORIENTE Sektion Salzburg und des Andreas-Petrus-Werks.

Diözesanreferenten:

Mag. Hanns Sauter (Erzdiözese Wien, seit 1999)
E-Mail: h.sauter (AT) edw.or.at

Mag. Hanns Sauter, geb. 1951 in Würzburg, studierte Theologie sowie Theologie und Geschichte des christlichen Ostens an den Universitäten Würzburg und Wien, Caritaswissenschaft und christliche Sozialarbeit an der Universität Freiburg (Br.). Sein besonderes Interesse gilt der Botschaft der Ikonen für unsere Gegenwart sowie Fragen im Zusammenhang von Liturgie und christlichem Leben. Er ist Assistent im Fachbereich Seniorenpastoral Kategoriale Seelsorge Erzdiözese Wien, Erwachsenenbildner, Mitarbeiter im Österreichischen Bibliothekswerk und von verschiedenen Fachzeitschriften zur Liturgie und Pastoral.

Mag. Maria und Mag. Norbert Duffner (Diözese Feldkirch, seit 1999)
E-Mail: maria.duffner (AT) gmx.at

Mag. Maria H. Duffner wurde 1954 in Wien geboren, wo sie auch Volksschule und Gymnasium besuchte. Das Studium der katholischen Theologie in Wien brachte sie mit der neugegründeten Lehrkanzel für Patrologie und Ostkirchenkunde (Prof. Suttner) in Verbindung. Die Diplomarbeit behandelte die juristischen Grundlagen für die Entstehung bzw. Auflösung autokephaler und autonomer Kirchen seit der Jahrhundertwende. 1978, kurz nach der Hochzeit mit Mag. Norbert Duffner, trat sie in den Schuldienst ein. 1981 folgte die Übersiedlung nach Vorarlberg, wo sie an einer Berufsbildenden Höheren Schule in Dornbirn unterrichtet und in der ökumenischen Arbeit engagiert ist.

Mag. Norbert Duffner wurde 1943 in Triberg im Schwarzwald geboren. Da er früh die Berufung zum Priester und Missionar verspürte, führte ihn sein Weg nach dem Abschluß des Aufbaugymnasiums in den Orden der Steyler Missionare. Nach Noviziat und Theologiestudium an der Hochschule St. Augustin bei Bonn folgte ein Praxisjahr in Berlin und der Austritt aus dem Orden. Das Theologiestudium (kombiniert mit Geschichtsstudium und Russisch) schloss er mit einer Diplomarbeit über die Entwicklung der russischen Exilsjurisdiktionen ab. Von 1973–1979 arbeitete er als Vertragsassistent am Katholisch-Ökumenischen Institut Abteilung II: Östliche Kirchen in Münster als wissenschaftliche Hilfskraft, von 1977–1979 als Vertragsassistent am Institut für Patrologie und Ostkirchenkunde der Universität Wien bei Prof. Suttner, wo er auch seine Frau kennen lernte. Seit 1979 unterrichtet er Religion – zunächst in Wien, seit 1981 an der HTL Rankweil in Vorarlberg. Gemeinsam mit seiner Frau pflegt er enge Kontakte mit der Serbischen Orthodoxen Gemeinde, die er seit einigen Jahren auch im Ökumenischen Pax-Christi-Team in Vorarlberg vertritt.

Mag. Matthias Oberascher (Erzdiözese Salzburg, seit 1999)

Wallfahrtspfarrer in Maria Stein (Tirol, Erzdiözese Salzburg) und Zelebrant des byzantinischen Ritus, wurde per Dekret vom 20.10.1999 als Mitglied in den Vorstand des Andreas-Petrus-Werkes berufen. 1952 in Hof (Salzburg) geboren, 1970 zum Priester geweiht, wirkte er als Seelsorger in Hopfgarten, Fusch a.d. Glocknerstraße und in St. Georgen im Pinzgau. Er ist eng mit dem Nikolauschor von Pfarrer Mag. Hans Steinwender verbunden.

Mag. Nikolaus Faiman (Diözese Eisenstadt, seit 2004)
E-Mail: Nikolaus.Faiman (AT) martinus.at

Geboren und wohnhaft in Wiener Neustadt, Vater von vier Kindern, ist seit Herbst 2002 Bereichsleiter im Pastoralamt der Diözese Eisenstadt. Es waren die Vorlesungen von Univ.-Prof. Ernst Christoph Suttner und die Begegnung mit den in Wien ansässigen Ostkirchen, die während des Theologiestudiums an der Universität Wien (1988 bis 1996) sein Interesse auf die liturgische Tradition der orthodoxen Schwesterkirchen lenkten und die Ostkirchenkunde zu seinem Wahlfach werden ließen. Eine Reise nach Skandinavien, bei der u.a. die Teilnahme an den liturgischen Feiern zum Mariä-Entschlafens-Fest im Kloster Uusi-Valamo unvergessliche Eindrücke hinterließ, gab den Anstoß, auch das Thema der Diplomarbeit aus diesem Fachbereich zu wählen: „Die sakramentale Feier der Sündenvergebung in der orthodoxen Kirche, unter Berücksichtigung der Krankensalbung”.

„Vor allem die reichhaltige Form der Liturgie der Ostkirchen spricht mich an. Das ist wohl in erster Linie mein Zugang. Aber auch der Kontakt mit den Brüdern und Schwestern im Osten ist mir ein Anliegen, deshalb habe gern zugesagt, als Vizeoffizial Dr. Hörist mit der Bitte an mich herantrat, an seiner Stelle als Diözesanreferent des Andreas-Petrus-Werks mitzuarbeiten.”

MMag. Stefan Gugerel (Militärordinariat, seit Juli 2005)
E-Mail: stefan.gugerel (AT) mildioz.at

Besuchte das Gymnasium der Englischen Fräulein in St. Pölten und trat 1997, nach Ablegung der Matura, in das Augustiner-Chorherrenstift Herzogenburg ein. Das Studium der Theologie absolvierte er an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Diözese St. Pölten (1998–2003). Schon in dieser Zeit wurde vor allem durch Reisen nach Osteuropa und in den Orient sein Interesse für die Ostkirchen geweckt. Es folgte das Unterrichtspraktikum für das Fach Religion im Stiftsgymnasium Melk, wo er anlässlich der im Stift Melk im November 2003 abgehaltenen Generalversammlung der Catholica Unio erstmals in engeren Kontakt mit dem Ostkirchenwerk und seinen Aufgabenbereichen kam. Durch die Teilnahme an den Nationalkonferenzen 2004 und 2005 wurden diese Kontakte weiter vertieft. Nach Ableistung des Präsenzdienstes beim Bundesheer ersuchte Mag. Stefan Gugerel, der im Jahr 2003 Herzogenburg verlassen hatte, im Sommer 2005 um Aufnahme in das Ordinariat der Militärdiözese. – Seit 2014 ist Stefan Gugerel auch Vorsitzender der Sektion Linz der Stiftung PRO ORIENTE. Seit 2015 ist Militärsuperior MMag. Stefan Gugerel Leiter des Instituts für Religion und Frieden.

P. Franjo Vidović OFM (Diözese Gurk-Klagenfurt, seit Mai 2007)
E-Mail: franjo.vidovic (AT) kath-kirche-kaernten.at

Mit 1. Mai 2007 wurde in der Nachfolge von Prälat Dr. Stanislaus Ćegovnik P. Franjo Vidović OFM zum neuen Referenten für die Diözese Gurk-Klagenfurt ernannt.

Geboren 1960 in Crnkovci in Kroatien. Nach der Matura am Gymnasium der Franziskaner in Visoko ging er für die philosophischen und theologischen Studien nach Zagreb (Theol. Fakultät der Jesuiten) und Rom (Päpstl. Universität Gregoriana). 1992 schloss er das Theologiestudium an der Universität Augsburg mit dem Diplom ab. Im Jahr 1990 wurde er als Mitglied der Franziskanerprovinz von Mostar zum Priester geweiht. Seit 1993 nimmt er die Funktion des Regens der Franziskaner-Theologen von Mostar wahr. Im Jahr 1997 wurde er im Fach Biblische Theologie an der Universität Graz zum Dr. theol. promoviert. Seit 1998 ist er Lehrbeauftragter für die johanneischen Schriften an der Philosophischen Fakultät und am Theologischen Institut der Jesuiten in Zagreb, seit 2002 lehrt er an der Religionspädagogischen Akademie Klagenfurt Altes und Neues Testament. Im Herbst 1998 übernahm er als Pfarrprovisor die Seelsorge in den Kärntner Pfarren Weißenstein, Kellerberg und Fresach. Begegnungen mit Vertretern der Orthodoxen Kirche und Reisen in osteuropäische Länder weckten und förderten sein Interesse für die biblische und spirituelle Tradition der östlichen Kirchen.

PD Dr. Liborius Olaf Lumma (Diözese Innsbruck, seit Mai 2008)
Website: bibhist.uibk.ac.at/lumma
E-Mail: liborius.lumma (AT) uibk.ac.at

Liborius Olaf Lumma ist 1973 in Siegen/Westfalen geboren. 1993–2002 war er erst Novize, dann Zeitlicher Professe in der Benediktinerabtei Königsmünster (Meschede). Sein Theologiestudium absovierte er 1995–2002 in Münster, mit einem zwischenzeitigen Studienaufenthalt in München an der dortigen Universität und der Philosophischen Hochschule der Jesuiten (1998–1999). Es folgte das Doktoratsstudium in Innsbruck und zugleich erste Kontakte zur dortigen ukrainischen griechisch-katholischen Gemeinde. Nach seiner Promotion 2006 wurde Liborius Lumma in Innsbruck Universitätsassistent am Institut für Bibelwissenschaften und Historische Theologie (Liturgiewissenschaft und Sakramententheologie). Seit 2009 ist er Vertreter der Diözese Innsbruck im Ökumenischen Rat der Kirchen in Österreich und in der Ökumenekommission der österreichischen Bischofskonferenz, seit 2012 Leiter des Ökumenischen Arbeitskreises der Diözese Innsbruck. 2015 wurde er für Liturgiewissenschaft und Sakramententheologie habilitiert.

Abt KR Mag. Michael K. Proházka OPraem (Diözese St. Pölten, seit Jänner 2012)
E-Mail: abt.michael (AT) stift-geras.at

Geboren 1956 in Wien, kam er schon in seiner Schulzeit in Berührung mit den Kirchen des Ostens. Wegweisend wurde ihm hier sein Religionslehrer Dr. Michael Lehmann, gebürtiger Donauschwabe, der gemeinsam mit seinem Landsmann, dem seit 1953 in Salzburg als Katechet wirkenden Anton Zollitsch, entscheidend zur Wiederbelebung der Catholica Unio in Österreich beitrug. Nach der Matura in Wien studierte er Philosophie, Theologie, Psychologie und Völkerkunde in Wien, Freiburg i. Br. und in Rom. 1979 trat er in das Prämonstratenserstift Geras ein, wurde 1983 zum Priester geweiht und erhielt in der Folge auch die Erlaubnis, im byzantinischen Ritus zu zelebrieren. Nach verschiedenen Tätigkeiten als Pfarrer in Stiftspfarren, als Dechant des Dekanates Geras und als Novizenmeister im Stift übersiedelte er im September 2004 als Vizerektor ins Collegium Orientale in Eichstätt. Im Frühjahr 2005, aus Bayern in sein Kloster zurückgekehrt, übernahm er das Amt des Priors. Am 24. September 2007 wurde er für sechs Jahre zum 56. Abt des Prämonstratenserstiftes Geras gewählt, am 24. September 2013 erfolgte die Wiederwahl für weitere 10 Jahre.

Sein Herzenswunsch, im Stift Geras eine byzantinische Kapelle einzurichten, ging im Jahr 2005 in Erfüllung. In der südlichen Empore der Stiftskirche konnte die Byzantinische Kapelle „Zur heiligen Auferstehung Christi und des seligen Jakob Kern“ ihrer Bestimmung übergeben werden. Am 25. Jänner 2010 wurde die Ikonostase vom griech.-kath. melkitischen Patriarchen Gregorios III. Laham geweiht.

Abt Michael ist seit langem darum bemüht, in seinem unmittelbaren Wirkungskreis im oberen Waldviertel und weit darüber hinaus vor allem durch die Feier der Göttlichen Liturgie den Menschen den Reichtum und die Tiefe ostkirchlicher Spiritualität zu vermitteln.

Pfarrer Mag. István Holló (Diözese Graz-Seckau, seit Jänner 2015)
E-Mail: istvan.hollo (AT) graz-seckau.at

Pfarrer Mag. István Holló, geboren 1982 in Mátészalka (Ungarn), studierte von 2002 bis 2004 an der Theologischen Hochschule der Griechisch-Katholischen Diözese Hajdúdorog in Nyíregyháza (Ungarn), sowie von 2004 bis 2008 an der Theologischen Fakultät der Karl-Franzens-Universität in Graz. Seine Abschlussarbeit zum Magisterstudium verfasste er im Bereich der Neutestamentlichen Bibelwissenschaft zum Thema „Die Kreuzigung Jesu bei Matthäus und ihre Interpretation bei Origenes und Johannes Chrysostomos“. 2009 wurde er in Graz zum Priester geweiht. Sein Primizspruch stammt aus dem Buch der Sprichwörter und prägt sein Leben: „Des Menschen Herz plant seinen Weg, doch der Herr lenkt seinen Schritt“ (16,9). Nach dem Pastoralpraktikum wirkte er von 2009 bis 2012 als Kaplan im Pfarrverband Knittelfeld – Lind-Maßweg – St. Margarethen – Schönberg – Rachau, sowie 2012/2013 im Pfarrverband Vordernbergertal (Trofaiach – St. Peter-Freienstein und Vordernberg). Seit 2013 leitet er als Pfarrer den Pfarrverband Deutschlandsberg – Frauental – Maria Osterwitz – St. Jakob und St. Oswald in Freiland. Er betreut seit der Priesterweihe auch die Ungarische Katholische Gemeinde in Graz.

Pfarrer Holló will die Vertrautheit mit der östlich-byzantinischen Tradition, in der er aufgewachsen ist, als sein besonderes Charisma in die Ostkirchenarbeit einbringen.

Weitere Mitglieder:

Manfred Straberger (seit Mai 2004)
E-Mail: andreas-petrus-werk (AT) kirchen.net

Geboren am 29. August 1940 in Wels (OÖ). Nach der Matura im BRG Gmunden folgten Studien in Allgemeiner und Vergleichender Sprachwissenschaft und Slawistik, insbesondere Altkirchenslawisch in Salzburg. Dabei lernte er sein spätere Frau Angela Kobusiewicz, Tochter einer aus Czernowitz stammenden Familie kennen (Hochzeit 1971 im Stift Reichersberg/Inn, 1972 Geburt der Tochter Veronika). 1972 trat er in den Bibliotheksdienst der Universitätsbibliothek Salzburg ein, wo Reg.Rat Alja Payer seine Vorgesetzte war. Seit Mitte der 70er Jahre wuchs er durch die regelmäßige Mitfeier der byzantinischen Liturgie (als Mitglied des byzantinischen Chors des Kollegs St. Benedikt) und durch mehrere Pilgerfahrten zum Hl. Berg Athos und vor allem durch seine Frau Angela immer stärker in die ostkirchliche Tradition und speziell in die Tradition der griech.-kath. Kirche hinein. Der Rituswechsel, den er nach seinem Eintritt in den Ruhestand als Amtsdirektor der Universitätsbibliothek (2000) anstrebte und der dann am 10. Juli 2002 auch de jure vollzogen wurde, war der letzte logische Schritt dieser Zuwendung zur ostkirchlichen Tradition. Die letzten Jahre waren neben der aktiven Teilnahme am Gemeindeleben der griech.-kath. Gemeinde in Salzburg durch intensive Kontakte zu den Ostkirchen geprägt, sei es durch Teilnahme an ostkirchlichen Veranstaltungen, sei es durch nachhaltige Reiseeindrücke in Osteuropa, unter denen vor allem die Pro Oriente Reise mit Alterzbischof Dr. Georg Eder im Mai 2003 nach Rumänien hervorzuheben ist. Dem Institut für den Christlichen Osten ist er seit 2002 durch seine Mitarbeit an der „Bibliographie der deutschsprachigen Literatur über das Christentum in Rußland (und Nachfolgestaaten der UdSSR) 1917 bis 1985” verbunden.

P. Andreas Bonenberger (seit Mai 2012)
E-Mail: fr.andreas (AT) hotmail.com

Geboren am 18.8.1962 in Lindau am Bodensee, hat er in der Evangelischen Kirche die Taufe empfangen. Aufgewachsen ist er in Deutschland, Amerika und Frankreich. Im Alter von 22 Jahren trat er in die Katholische Kirche ein. Sein weiterer Lebensweg führte ihn in die Gemeinschaft der Seligpreisungen, in der er durch 27 Jahre Gelegenheit hatte, die Weltkirche in verschiedenen Ländern und Kontinenten kennen zu lernen: 10 Jahre verbrachte er in Frankreich, 6 Jahre in Israel, 3 Jahre in Afrika, 3 Jahre in den USA, 2 Jahre im Libanon. Im Jahr 1995 wurde er in Toulouse/Frankreich im römischen Ritus zum Priester geweiht. Im Jahr 2006 erhielt er von der Ostkirchenkongregation die Erlaubnis, im byzantinischen Ritus zu zelebrieren, und ist in der pastoralen Arbeit mit den Gläubigen beider Riten verwurzelt. Am 10. Juli 2012 wurde er in die Erzdiözese Salzburg inkardiniert und ist zur Zeit als Pfarrprovisor in der Wallfahrtskirche und Pfarre Maria Dürrnberg tätig.

Erzbischof Alois Kothgasser und Kardinal Christoph Schönborn, Ordinarius der Katholiken des byzantinischen Ritus in Österreich, übertrugen ihm – zunächst gemeinsam mit V. Nikolaj Hornykewycz – die Leitung des Zentrums für ostkirchliche Spiritualität, das am 22. November 2008 in der Salzburger St. Markuskirche eröffnet wurde, um den Kirchen des Westens und vor allem der Bevölkerung Salzburgs eine Möglichkeit zu bieten, aktiv am Reichtum der ostkirchlichen Spiritualität und Tradition teilzunehmen. Im Sommer 2011, nach einer Probezeit von drei Jahren, wurde das Gebetszentrum als dauerhafte Einrichtung der Erzdiözese Salzburg bestätigt, im Jänner 2012 wurde P. Andreas Bonenberger erneut und nunmehr allein mit der Leitung betraut.