Grußwort

Erzbischof Dr. Franz Lackner OFM

In ihrer Herbstvollversammlung (2017) haben die Mitglieder der Österreichischen Bischofskonferenz mich zum Nationalpräsidenten des Andreas-Petrus-Werkes gewählt. Gerne übernehme ich diese ehrenvolle Aufgabe von meinem Vorgänger Erzbischof Alois Kothgasser und trage die Anliegen des päpstlichen Ostkirchenwerkes mit Freude mit.

Das vergangene Jahrhundert hat, beginnend mit der Ökumenischen Bewegung und durch das Zweite Vatikanische Konzil, zahlreiche Brücken zwischen der Christenheit in Ost und West geschlagen. Der Schatz ostkirchlicher Traditionen konnte entdeckt und gehoben werden. Ich denke an das reiche liturgische Erbe, an die alten monastischen Traditionen, die tiefe ostkirchliche Spiritualität, insbesondere die Ikonenverehrung, aber auch an das geistliche Schrifttum östlicher – nicht nur griechischer – Kirchenväter.

Das Andreas-Petrus-Werk kann bereits auf eine langjährige Geschichte des Brückenbauens zwischen Ost und West zurückblicken. Bereits Jahrzehnte vor den bahnbrechenden und wertschätzenden Aussagen zu den Ostkirchen im Dekret Unitatis Redintegratio war dem Päpstlichen Ostkirchenwerk bewusst: Ostkirchliches Leben ist katholisch. Wenn heute der österreichische Teil von Catholica Unio den Namen der beiden Apostelbrüder Andreas und Petrus trägt, weiß es sich jenen Worten von Papst Johannes Paul II. verpflichtet, die sich nach dem Atmen der Christenheit mit ihren beiden Lungenflügeln sehnen. Das Werk benennt als seine Ziele, das Interesse für die Ostkirchen zu wecken, sie in ihren pastoralen und karitativen Anliegen zu unterstützen und ökumenische Kontakte zu fördern. Es ist mir eine Ehre, künftig als Nationalpräsident daran mitwirken zu dürfen.

Ein herzliches Vergelt’s Gott möchte ich gegenüber Erzbischof Alois Kothgasser als vormaligen Nationalpräsidenten aussprechen. Seit 2004 hat er sich dem Andreas-Petrus-Werk tatkräftig gewidmet, bei der Amtsübergabe erwähnte er, welch starken Eindruck die ökumenischen Gespräche und Begegnungen bei ihm hinterlassen haben.

Ich danke allen im Andreas-Petrus-Werk Mitarbeitenden für die wichtige Arbeit und allen, die sein Anliegen durch Gebet oder Spenden unterstützen, und bitte weiterhin um engagierte Mit- und Zusammenarbeit.

+ Franz Lackner

Erzbischof