„St.-Zacharias-Heim“ in Harissa, Beirut, Libanon

Foyer St. Zacharie

Die im Foyer St. Zacharie betreuten Kinder mit Weihbischof Flavien Joseph Melki (April 2018)

Schon in den vergangenen Jahren hat das Andreas-Petrus-Werk den syrisch-katholischen Weihbischof Flavien Joseph Melki im Ausbau des „Foyer de l’Espérance” für mittellose Kinder unterstützt. Im Jahr 2012 hat das „Heim der Hoffnung” seinen Namen geändert, es heißt jetzt nach seinem Trägerverein, der „Association St. Zacharie”, „St.-Zacharias-Heim”.

Bischof Melki informierte in einem Schreiben vom 8. März 2018 über das Internat für benachteiligte Kinder in Harissa. Wir stellen es hier einer gekürzten und adaptierten Fassung vor. Das Foto mit den Kindern im Garten des Foyer entstand im April 2018.
Über den Inhalt eines weiteren Schreibens, das am 23. November 2016 eintraf und die Eröffnung einer Suppenküche am 5. Dezember 2016 ankündigte, informieren wir Sie hier. Inzwischen hat sich die Suppenküche zu einem „Tisch der Freundschaft“ entwickelt, zu einem „Resto du Cœur“, wie Bischof Melki in einem Schreiben vom 16. August 2018 sagt. Zweimal pro Woche erhalten hier verarmte Flüchtlinge aus Syrien eine warme Gratis-Mahlzeit und die Gelegenheit zu freundschaftlichem Austausch.

Lieber P. Gottfried Glaßner!

Herzlichen Dank an Ihre Wohltäter für die neuerliche großzügige Spende zugunsten des Foyer St. Zacharie. Die Anteilnahme an der Not der Waisenkinder und der Kinder aus armen Familien, die in unserem Internat Aufnahme gefunden haben erfüllt uns mit großer Dankbarkeit.

Hier ein kurzer aktueller Situationsbericht: 30 Kinder haben das erste Semester des Schuljahrs 2017/18 erfolgreich abgeschlossen. Als Ermutigung und Anerkennung habe ich ihnen kleine Geschenke überreicht.

Charbel und Joseph, 7 und 6 Jahre alt, haben eine Christin als Mutter und einen Muslim als Vater. Nach libanesischem Recht, nach dem die Religion der Kinder sich nach dem Vater richtet, sind sie Muslime. Vor einigen Tagen hat mich nun die Mutter gefragt, ob ich sie taufen könnte. Der Vater sei damit einverstanden. Ich machte die Taufe der beiden armen aber sympathischen Kinder zu meinem Herzensanliegen, ist sie doch eine schöne Frucht des Auftrags unseres Internats, Zeugnis für Jesus Christus abzulegen, und dies besonders auch gegenüber den Muslimen.
Die mit der Taufe verbundenen Kosten (für Kleidung, Andenken, Honorare und das festliche Mahl für Verwandte und Freunde) können die Eltern nicht aufbringen. Ich habe der Mutter zu verstehen gegeben, dass die Kirche dafür sorgt. Ich werde später noch Fotos der beiden Brüder schicken.

Gesundheitlich geht es mir jetzt Gott sei Dank besser. Ich habe das Patriarchat mit zwei anderen Bischöfen, die noch älter sind als ich, verlassen und wohne jetzt im Seminar von Charfet, wo ich ab 1958 für 7 Jahre Direktor des großen Seminars war und danach 15 Jahre als Regens für das große und kleine Seminar sowie für die Liegenschaften verantwortlich war. Leider ist auch bei uns die Zahl der Seminaristen zurückgegangen. Zur Zeit sind es nur 7, zu meiner Zeit als Regens waren es noch 20 bis 22.Das Waisenhaus und Internat St. Zacharie liegt in unmittelbarer Nähe meines jetzigen Wohnsitzes, so dass ich es leicht erreichen und regelmäßig nach den Kindern sehen kann.

Für all Ihre Dienste, die den Ostkirchen und den Christen im Orient zugute kommen, sage ich Dank. Möge der Herr Sie segnen und Ihnen Gesundheit und Kraft zur Fortsetzung Ihrer Tätigkeit verleihen.

In brüderlicher Verbundenheit

Flavien Joseph Melki
Weihbischof des syr.-kath. Patriarchats
Direktor des Foyer St. Zacharie

Bitte helfen Sie mit, den Fortbestand des Internats der syrisch-katholischen Kirche für Kinder aus armen Familien zu sichern!

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St.-Zacharias-Heim in Harissa (Libanon)

Das im libanesisch-toskanischen Stil 1915 erbaute Haus, das seit 1991 das Foyer St. Zacharie beherbergt.