Suppenküche der syrisch-katholischen Kirche in Beirut am 5. Dezember 2016 eröffnet – seit 2017 zu einem Begegnungszentrum für die zahlreichen verarmten Flüchtlinge aus Syrien ausgebaut

In einem Schreiben vom 23. November 2016 bedankt sich Weihbischof Flavien Joseph Melki für die wertvolle Unterstützung des von ihm vor mehr als 10 Jahren gegründeten Internats für benachteiligte Kinder aus unterschiedlichem sozialen und religiösen Verhältnissen in Harissa.

Zugleich stellt er ein neues Sozialprojekt vor, das am Montag 5. Dezember 2016 starten soll: Eine Suppenküche, in der 20 Arme, Obdachlose und Flüchtlinge, die aus den Pfarren seiner Kirche dazu eingeladen werden, zweimal in der Woche eine Gratis-Mahlzeit erhalten. Der Speisesaal misst 60 Quadratmeter und ist in einer belebten Zone gelegen. Länger als ein halbes Jahr haben die Renovierungsarbeiten in Anspruch genommen. Alles war in einem desolaten Zustand und zu erneuern: Wände, Böden, Türen, Elektroinstallationen und die Leitungen für die Trinkwasserversorgung. Neben der Küche mit dem Ofen, der Kühlanlage, einer Speisekammer, dem Depot für das Geschirr, 30 Tischen, den Sesseln u.a. wurden zwei Duschen und Toiletten eingebaut, an der Außenfront ein Sonnen- und Regenschutz errichtet.

Suppenküche Beirut Suppenküche Beirut

Weihbischof Melki legte auch einige Fotos bei, die die Situation gegen Abschluss der Arbeiten dokumentieren. Für den Anfang kann das Lokal 20 Menschen versorgen. Für die Betreuung der Suppenküche sind drei Personen im Einsatz: Eine Person ist für die Kontakte nach außen und die Beschaffung der Nahrungsmittel zuständig, ein christliches Ehepaar aus dem Irak sorgt für die Küche und die Sauberkeit der Einrichtung.

Am Eröffnungstag (5. Dezember 2016) empfing die Suppenküche vom 12 bis 14 Uhr ihre Gäste (Foto unten). 22 sind der Einladung gefolgt. „Es ist ein Anfang“, schreibt Weihbischof Melki: „Es ist zu hoffen, dass das hier gesäte Samenkorn unter dem Segen des Herrn und mit Hilfe Ihrer Gebete wächst und gedeiht.“

Suppenküche

Dank der für das Sozialwerk von Weihbischof Flavien Joseph Melki gewidmeten Spenden konnte das Andreas-Petrus-Werk neben dem „St. Zacharias-Heim“ in Harissa 2016 nun auch dieses Projekt der syrisch-katholischen Kirche in Beirut kurzfristig mit einem namhaften Betrag unterstützen.

Wie Bischof Melki im Frühjahr 2018 und aktuell im August 2018 berichtet, hat sich die Suppenküche zu einem einem Begegnungszentrum vor allem für verarmte syrische Flüchtlinge entwickelt, die hier zweimal pro Woche eine warme Gratis-Mahlzeit erhalten und bei der Versorgung mit Nahrungsmitteln unterstützt werden. Für die Ausweitung dieses Hilfsprojekts konnte das Andreas-Petrus-Werk im Sommer 2018 noch einmal einen namhaften Betrag als Unterstützung bereitstellen. Das Foto (unten) wurde im April 2018 aufgenommen. Allen Spendern ein herzliches „Vergelt’s Gott!“

Suppenküche Beirut 2018