Kirche und Gemeindezentrum der griechisch-katholischen Kirche in Boryspil bei Kiev

boryspil1

Am 23. Februar 2012 besuchten Weihbischof Josyf Milyan, Kiev, und Diakon Dr. Oleh Shepetyak das Sekretariat des Andreas-Petrus-Werks und präsentierten ihr Anliegen: In Boryspil unweit des Kiewer Flughafens, einer Gegend mit teils öden Wohnbauten, hat sich eine kleine, aber engagierte griechisch-katholische Gemeinde gebildet. Die Gläubigen treffen sich in Wohnungen und feiert dort in sehr bescheidenen Verhältnissen Gottesdienst. Man versteht den Wunsch nach einem eigenen Gotteshaus. „Damit Kirche in den Herzen der Menschen Wurzeln schlagen kann, braucht es einen Ort, der sich vom grauen Alltag abhebt und die Gegenwart Gottes erlebbar macht. In der Ukraine entsteht christliches Gemeindeleben dort, wo es einen Kirche gibt. Der Bau einer Kirche ist die erste und wichtigste Voraussetzung dafür, dass die Kirche zu den Menschen kommt und Menschen zum Glauben finden.” So Dr. Oleh Sheptyak, der für die neu gegründete Pfarre verantwortliche Seelsorger.

Nun hat sich anlässlich einer Spendenaktion zum Begräbnis von Maria Glaßner († am 4. Juli 2012 im 89. Lebensjahr) in der Waldviertler Pfarre Kottes die Möglichkeit ergeben, eine kleine Starthilfe in der Höhe von € 1.500 für den Kirchenbau zu gaben. Frau Glaßner hatte schon seit vielen Jahren und immer wieder gerade die notleidenden Christen im Osten unterstützt. Die Verwandten und Bekannten waren der Überzeugung, dass es im Sinn der tiefgläubigen Verstorbenen ist, statt Kranz- und Blumenspenden um ein Spende zu bitten, mit der ein Hilfsprojekt zugunsten der Christen im Osten unterstützt werden soll.

boryspil2

Die Gäste aus der Ukraine hatten bei ihrem Besuch in Salzburg eine ansprechende Zeichnung des kleinen Kirchleins mitgebracht (siehe die Abbildung), das auf dem zur Verfügung gestellten Bauplatz entstehen soll. Inzwischen sind die Baumaschinen zur Stelle (Foto aufgenommen im August 2012). Das Projekt konnte nicht zuletzt dank der durch das Andreas-Petrus-Werk vermittelten Spende in Angriff genommen werden. Im Namen der Gläubigen in der Ukraine, die in ihrer Lebenssituation auf unsere Solidarität angewiesen sind, sei allen Spendern ein aufrichtiges „Vergelt’s Gott” gesagt.

P. Gottfried Glaßner OSB