Hilferuf aus Jabboulé in der Bekaa-Ebene, Libanon

Die Schwesterngemeinschaft „Notre-Dame du bon service“ bittet um Unterstützung für die notwendig gewordene Verlegung des Wirtschaftsgebäudes – die Milchproduktion und der Verkauf landwirtschaftlicher Produkte sind die unabdingbare Voraussetzung dafür, dass die Schwestern weiterhin ihrer sozial-karitativen Tätigkeit nachkommen können.

In ihrem Schreiben vom 28. August 2018 erläutert Sr. Jocelyne Joumaa, die Generaloberin der melkitischen griech.-kath. „Congregation Notre-Dame du bon service“ ihr Anliegen: Die mitten im Ort Jabboulé gelegenen Stallungen und Wirtschaftsgebäude mussten aufgegeben werden. Neue, großzügiger angelegte Gebäude außerhalb des Dorfes sind im Entstehen. Dabei hat sich herausgestellt, dass der bisher verwendete Generator zur Stromerzeugung seine Funktion nicht mehr erfüllt. Er ist durchgebrannt und muss durch ein neues leistungsfähigeres Gerät ersetzt werden. Die Anschaffung eines Generators ist wegen der häufigen Stromausfälle unabdingbar. Er ist vor allem für die Bewässerung der landwirtschaftlichen Nutzflächen im Einsatz.

Eine funktionierende Landwirtschaft ist die Grundvoraussetzung dafür, dass die Schwestern die sozialen Einrichtungen, die sie betreuen (Waisenhäuser, Schulen) und die für die leidgeprüfte Region an der Grenze zu Syrien von großer Bedeutung sind, weiterführen können. Milch und Käse aus hauseigener Produktion und die Produkte, die auf den Feldern geerntet werden, ermöglichen die Grundversorgung mit Nahrungsmitteln und schaffen durch den Verkauf auch die nötige finanzielle Basis. Zwar ist die Lage an der syrischen Grenze jetzt ruhig, aber die unsicheren politischen Verhältnisse und die sozialen Spannungen, die durch die große Anzahl an syrischen Flüchtlingen im Land ausgelöst wurden – Libanesen bleiben wegen der billigeren Arbeitskräfte aus Syrien öfters arbeitslos –, haben einschneidende Auswirkungen speziell für die Privatschulen, insofern staatliche Fördergelder gekürzt werden und immer mehr Eltern das Schulgeld für ihre Kinder nicht aufbringen können. Der Aufwand für die beiden Schulen, die von der Schwesternkongregation geführt werden, erhöht sich vor allem dadurch, dass die Zahl der Kinder, denen das Schulgeld erlassen werden muss, steigt.

Das Andreas-Petrus-Werk, das schon mehrfach die Schwestern von Jabboulé in einem Anliegen unterstützt hat, möchte diesmal gemeinsam mit ICO/Initiative Christlicher Orient [Link zu www.christlicher-orient.at] zur zukunftsweisenden Sicherung ihrer landwirtschaftlichen Einrichtungen beitragen.

Helfen Sie mit, dass der Schwesterngemeinschaft die wirtschaftliche Basis für ihre vielfältige karitative Tätigkeit erhalten bleibt.

Gottfried Glaßner OSB

Jabboulé

Ein Foto aus dem vor kurzem von Sr. Jocelyne zugesandten Rundschreiben zeigt die Schwestern bei der Verarbeitung der geernteten Feigen zu Marmelade..