Buchbesprechung: „PRO ORIENTE-Jahrbuch”

Pro Oriente. Jahrbuch 2014.
Wien 2015.
239 S.
ISBN 978-3-901188-18-3

Buchcover

Seit 2007 gibt die Stiftung Pro Oriente ein Jahrbuch heraus, das über Schwerpunkte der Arbeit der Stiftung informiert und zudem eine umfangreiche Dokumentation wichtiger Erklärungen aus der ökumenischen Arbeit und die Jahresberichte der einzelnen Sektionen enthält. Das eben erschienene Jahrbuch 2014 beginnt mit einem Grußwort des Ökumene-Referenten der österreichischen Bischofskonferenz, Bischof Manfred Scheuer (Innsbruck) und weiteren Grußworten von Dr. Anna Briskina-Müller (Martin-Luther-Universität Halle) und Univ.-Prof. Dr. Christa Schnabl (Universität Wien). Sie beziehen sich auf die Feier des 50-Jahr-Jubiläums der Stiftung, das im November 2014 festlich begangen wurde. Diesem Jubiläum ist viel Raum gegeben. Der Abschnitt „PRO ORIENTE – zwischen Kaltem Krieg und ökumenischem Aufbruch“ ruft in Erinnerung, was seinerzeit Kardinal Franz König dazu bewogen hat, die Stiftung ins Leben zu rufen. Unter der Überschrift „PRO ORIENTE – 50 Jahre im Dienste der Kircheneinheit“ sind die Vorträge der einzelnen Jubiläumsveranstaltungen nachzulesen, u. a. die des Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios, des koptischen Papstes Tawardros II., der Kardinäle Schönborn und Koch, eine Tischrede von Bundespräsident Heinz Fischer und die Jubiläumsansprache des derzeitigen Präsidenten der Stiftung, Johann Marte, in der er sich auch den weiteren Weg der Stiftung Gedanken macht. Als Beispiel für die Forschungstätigkeit der Stiftung wird über das Symposion „Kirchenleitung in einer globalen und religionspluralistischen Welt“ berichtet, das Schwerpunktland ist – aktuell – Syrien und die Frage nach der Zukunft der dortigen Christen. Die Arbeit von Pro-Oriente gilt weithin als Erfolgsgeschichte des Dialogs zwischen Ost und West. Das Jahrbuch 2014 dokumentiert diese Erfolgsgeschichte besonders eindrucksvoll. (Hanns Sauter)