Buchbesprechung Hilarion Alfeyev: „Katechismus“

Metropolit Hilarion (Alfeyev):
Katechismus.
Kleine Wegbegleitung im orthodoxen Glauben.
Münster: Aschendorff 2017.
224 S.
€ 16,80
ISBN 978-3-402-12034-7

Buchcover Katechismus Hilarion Alfeyev
Metropolit Hilarion, der Leiter des Außenamtes der russisch-orthodoxen Kirche – in Österreich bekannt aus seiner Zeit als Bischof von Wien und Österreich der russisch-orthodoxen Kirche – wollte aufgrund der Notwendigkeit für die pastorale Praxis eine Einführung in den Glauben verfassen, die innerhalb von drei Tagen gelesen werden könne (S. 178). Leittext ist das in der Liturgie gebetete Nizeno-Konstantinopolitanum („Großes Glaubensbekenntnis“), die drei Teile des Buches gliedern sich in „Glaubenslehre“, „christliche Lebensführung“ sowie „Kirche und Gottesdienst“. Es ist – nicht zuletzt auch durch das Verdienst des Übersetzers, Peter Knauer SJ – in einer gut verstehbaren Sprache gehalten, vermeidet weitgehend Fachjargon sowie für die Darstellung der orthodoxen Glaubenslehre unnötige Nationalismen und geht auf Unterschiede zu anderen Konfessionen sachlich ein (z. B. zum Verständnis des Petrusdienstes, S. 56). Im Nachwort stellt der Metropolit ganz einfache Regeln für ein christliches Leben zusammen. Mit diesem Katechismus ist ihm gelungen, sowohl dem Bedürfnis nach präziser Glaubensinformation von Menschen aus den eigenen Reihen entgegenzukommen, als auch Christen westlicher Tradition, die sich über die Glaubenssicht der – ich möchte es so formulieren – „orthodoxen Kirche am Beispiel der russischen“ informieren möchten, eine Handreichung zu geben. (Hanns Sauter)