Aus dem Rundbrief 2017/1

Liebe Freunde des Andreas-Petrus-Werks!

Rundbrief 2017/1

Im von Papst Franziskus ausgerufenen Heiligen Jahr der Barmherzigkeit reihten sich auch die Teilnehmer der Generalversammlung der Catholica Unio, die vom 18. bis 20. Oktober 2016 in Rom tagte, in die lange Reihe der Pilger ein, die die Heilige Pforte durchschritten. Am Mittwoch, dem 19. Oktober, konnten wir bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz Rom als Brennpunkt der Weltkirche erleben. Von der kurzen herzlichen Begegnung mit Papst Franziskus strahlte etwas aus, das ich als Ermutigung für unseren Dienst an der Einheit der Kirche in Ost und Welt mitgenommen habe.

Rom als Metropole der Christenheit, die mit beiden Lungenflügeln atmet, einem westlichen und einem östlichen, ist auch das Schwerpunktthema dieses Rundbriefs.

Die frühen Marienikonen Roms, unter ihnen als wohl bekannteste die Ikone Salus Populi Romani, weisen zurück in die Frühzeit der Westkirche und ihre Wurzeln im Osten und sind zugleich ein Band, das die Stadt Rom mit dem ganzen Erdkreis verbindet. Man denke nur daran, dass Papst Franziskus jeweils vor Antreten einer Reise zur Ikone Salus Populi Romani in der Basilika S. Maria Maggiore pilgert, um sich dem Schutz der Gottesmutter anzuvertrauen, und nach der Rückkehr hier seinen Dank abstattet.

Marienikone Salus Populi Romani

Die 118 cm hohe und 79 cm breite Kopie der Marienikone Salus Populi Romani, die Papst Johannes Paul II. den Jugendlichen der Welt 2003 geschenkt hat, ist seither gemeinsam mit dem Weltjugendtagskreuz jeweils im Vorfeld eines Weltjugendtags vor allem im Gastgeberland unterwegs. Am 14. April 2014 war sie direkt aus Rom nach Polen gekommen, am 21. Mai 2016 wurden Ikone und Kreuz nach ihrer zweijährigen Pilgerschaft durch Polen vom griechisch-katholischen Erzbischof von Przemyśl-Warschau, Eugeniusz Popowicz, im Zentrum Johannes Paul II. in Krakau in Empfang genommen und an die griechisch-katholischen Jugend übergeben.

Die Jesuiten waren die ersten, die das „populi Romani“ nicht mehr ausschließlich auf die Bevölkerung von Rom bezogen, sondern die Ikone in ihren Missionsgebieten in Brasilien und China bekannt machten. Inzwischen ist sie gleichsam als „Leben spendender Fels“ (1 Kor 10,4) bei den Weltjugendtagen durch viele Länder gepilgert…

Eindrücke von unseren Besuchen bei wichtigen ostkirchlichen Einrichtungen in Rom wie der Kongregation für die Ostkirchen und dem Päpstlichen Orientalischen Institut runden den Romschwerpunkt ab.

Ich hoffe, dass auch die übrigen Berichte, etwa über das ostkirchliche Engagement des Stiftes Geras und das mutige Statement von Abt Michael zum Bau des griechisch-orthodoxen Klosters in St. Andrä am Zicksee oder die Informationen über die Sozialprojekte von Weihbischof Flavien Joseph Melki Ihr Interesse finden – nicht zu vergessen die Bilanz 2016, aus der Sie ersehen, was alles durch Ihre Spenden an Unterstützung der Ostkirchen ermöglicht wird.

Ich wünsche Ihnen eine segensreiche, von freudiger Erwartung des Osterfestes erfüllte Große Fastenzeit!

P. Gottfried Glaßner OSB

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