Auf den Delphin gekommen

Auf den Delphin gekommen: Das Kloster der hl. Elisabeth in Minsk, Weißrussland

(aus: Rundbrief 2012/2)

Die Freude über die Gabe des Andreas-Petrus-Werks, die ich auf Anregung von Mag. Josef Huber-Germanstatt aus dem von ihm zugunsten russischer Waisenkinder initiierten Spendentopf für das Kinderhilfswerk der Nonnen des Klosters der hl. Elisabeth in Minsk überweisen durfte, war übergroß. Gern leite ich den Dank der Nonnen und ihrer zahlreichen Helferinnen, die in der Betreuung der Waisen wie auch der Kinder mit geistigen und körperlichen Behinderungen arbeiten, an Sie, liebe Leserinnen und Leser des Rundbriefs, weiter.

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Das Feld sozialer Nöte, dem sich das Elisabethkloster in Minsk widmet, ist gewaltig. Ein Blick auf die professionell gestaltete und sehr informative Homepage in mehreren Sprachen, u.a. auch auf Deutsch, bestätigt das. Mit besonders großer Begeisterung sind die Kinder dabei, wenn es gilt, ein Theaterstück einzustudieren (Foto). Wenn es dem Wohl der dem Kloster anvertrauten kranken und behinderten Kinder dient, ist man auch bereit, neue Wege zu gehen. So hat erstmals im März/April 2012 eine Gruppe das Delphinarium in Minsk besucht. Von dem unter fachkundiger Anleitung eingeübten Umgang mit Delphinen verspricht man sich positive Einflüsse auf das Sozialverhalten.
Viel hat das Kloster erreicht, aber es gibt, so liest man auf www.obitel-minsk.by/obitel-minsk_mid1326.html, noch viel zu tun: „Ein soziales Rehabilitationsgebäude mit Werkstätten und eine Kirche zur Erhöhung des lebenspendenden Kreuzes des Herrn, ein Hospiz für Behinderte, Kranke und Sterbende, ein Kinderdorf für Waisen und ein Rehabilitationszentrum für Drogensüchtige auf einem Bauernhof, eine Sonntagsschule und ein Pilgerhaus im Kloster. Das sind nur die Bauvorhaben. Es solllen aber vor allem Seelen erwärmt und gerettet werden, sich zur Umkehr und Buße wenden, mit Glaube und Hoffnung erfüllt werden. Dafür brauchen wir Gottes Hilfe. O Herr, hilf allen, die mit Gebet, Rat oder Tat ihren Beitrag auf dieser geistigen Baustelle am Rande der Hauptstadt von Belarus leisten…“

P. Gottfried Glaßner OSB